Kein Klopapier, dafür saurer Essig und der blaue Himmel

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Kein Klopapier, dafür saurer Essig und der blaue Himmel

Vor 2 Wochen las ich noch in vielen Beiträgen „bitte keine Corona-News mehr“ und schon 3 Tage später änderte sich dies schlagartig. Man kann Corona nicht ausweichen, ob man will oder nicht.
Der Coronavirus ist ein ungewollter Eindringling und jeder geht damit anders um. Auch wenn Manche noch sehr entspannt wirken, würde keiner protestieren, wenn es sofort aus unserem Leben verschwinden würde.

Die heute erstellte Wunschliste der 9-jährigen Freundin unserer Tochter:

  1. Wir bleiben gesund
  2. Das Coronavirus geht weg
  3. Wenn ich älter bin, einen Hund
  4. dass beide Omas und mein Opa ganz lange leben!

Dieser unwillkommene Eindringling, der sich nun einfach breit macht in unserem Leben, zeigt uns unsere Grenzen.

Mehr Stress trotz Stillstand

Wie fühlt sich das für uns Erwachsene an? Wir sind alle gestresst. Stress kann auch positiv sein, werden bestimmt einige sagen. Auch ich gehöre zu denen, bei denen Stress und Adrenalinausschüttung meine Leistungsfähigkeit steigern. Doch auch das hat seine Grenzen. Überschreiten wir diese Grenze, wirkt sich Stress negativ auf unser Immunsystem aus.  

Und was macht dann Stress mit uns? Wie verhalten wir uns dann? Während der eine eher verstummt und wie „gelähmt“ ist, sucht der andere jede Möglichkeit, um aus der Situation zu „flüchten“. Dann gibt es noch diejenigen, die bei Stress einen fast „angreifen“. Über diese typischen drei Verhaltensweisen Fight (Angriff), Flight (Flucht), Freeze (Lähmung) haben wir am 19. März hier berichtet.

Wie verhalten Sie sich unter Stress?

Gestern erzählte mir eine Bekannte sehr aufgewühlt von ihrem Erlebnis, welches sie, wie sie nannte „traumatisiert“ hat. Sie wollte nur ein Brötchen kaufen und wurde angeschrien von der Verkäuferin, dass sie ihre Hand nicht heben solle und sofort weiter zurücktreten müsse. Ob die Verkäuferin tatsächlich geschrien hat oder nicht, kann und mag ich nicht beurteilen. Dennoch wurde es von meiner Bekannten so wahrgenommen und wirkte sehr einschüchternd auf sie. Wie sich hinterher herausstellte, gehörte die Verkäuferin zu Risikogruppe. Ihr Schreien war ihre Reaktion auf den Stress, den ihre Angst in ihr ausgelöst hat.  

Negativer Stress ist schädlich nicht nur für unsere Nerven, sondern für unseren ganzen Körper. Die chemischen Reaktionen den Stress in unserem Körper auslöst schwächen unser Immunsystem. Im türkischen sagt man, dass saurer Essig sein eigenes Fass zerfrisst.

Stress wirkt auf uns wie saurer Essig in einem Holzfass. Ist es zu sauer, greift es das Fass an und frisst es von innen auf.

Genauso greift negativer Stress unser Immunsystem an. Und wer will gerade jetzt ein geschwächtes Immunsystem?

Achten Sie auf Ihr Immunsystem

Wie fühlt es sich aber für unser Gegenüber an? Wenn wir angeschrien werden, fühlen wir uns angegriffen und müssen uns verteidigen. Wer will schon angegriffen werden? Wenn wir hingegen erfahren, dass unser Gegenüber Angst hat, empfinden wir Mitgefühl und wollen helfen.
An dieser Stelle sende ich allen Menschen, die in diesen Tagen an der Front ihren Job mit meist einem mulmigen Gefühl weiter für uns erledigen, ein großes Dankeschön: Den Mitarbeitenden im Supermarkt, in der Drogerie, in der Bäckerei oder beim Paketlieferdienst, sowie allen im Gesundheitssystem. Und, wie ich immer sage:

„immer positiv bleiben, denn das stärkt das Immunsystem“.

Achtsamkeitsübung gegen Stress und für das Immunsystem

Empfinden auch Sie Stress? Dagen teilen wir im Folgenden eine einfache, aber sehr kraftvolle Übung. Dafür bedanken wir uns bei unserer Kollegin Sandra Claudia Walters, die Menschen auf dem Weg zu mehr Achtsamkeit begleitet. Sandra setzt diese kleine Übung selbst gern jeden Tag gegen die belastende Home Office-Situation ein. Nehmen Sie sich dafür täglich 3 Minuten Zeit:

  • Stellen Sie sich bequem draußen unter freien Himmel
  • Sie können die Hände hinter dem Nacken verschränken oder rechts und links am Körper hängen lassen
  • Nehmen Sie bewusst den Boden unter Ihren Füßen wahr, Ihre Verbindung mit der Erde
  • Egal wie das Wetter in diesem Moment ist, nehmen Sie es bewusst wahr
  • Schauen Sie nach oben in die Weite des Himmels
  • Stellen Sie sich die Grenzenlosigkeit des Universums vor
  • Nehmen Sie jetzt drei tiefe Atemzüge und fokussieren Sie auf Ihre Körper-Mitte
  • Atmen Sie bewusst und genießen Sie die Weite des Himmels und die frische Luft, die mit Ihrem Atem bis in Ihre Körpermitte strömt
  • Verweilen Sie so drei Minuten
  • Beenden Sie Achtsamkeitsübung, indem Sie Ihren Blick wieder in die Horizontale zurück bewegen.
  • Nehmen Sie die Weite mit in Ihren Tag

Bleiben Sie gesund!

Autorinnen: Nursen Ressel und Sandra Claudia Walters

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